Licht und Sicht: Tour zum Zankelstein

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Aus- und Einblicke im Nürnberger Land
In Deinsdorf bietet ein Fenster Aus- und Einblicke in die Gartengestaltung.

Ich liebe es, mir in den kühleren Jahreszeiten bei einer ausgiebigen aber nicht so anspruchsvollen Wanderung frei pusten zu lassen und ordentlich Sonne zu tanken. Auf dieser 15 Kilometer langen Tour von Hartmannshof im Nürnberger Land zum Zankelstein geht es über weite Wiesenflächen und zu schönen Aussichtspunkten. Mit R- und S-Bahn ist die Wanderung übrigens ganz hervorragend zu erreichen.

Startpunkt ist der Bahnhof Hartmannshof. Die ersten zehn Minuten führen über die Straße durch die Steinbrüche nach Hunas hinauf. Das ist nicht das landschaftliche Highlight, aber es wird gleich idyllischer: In Hunas haben die Bewohner ihre Fachwerkhäuser toll renoviert. Kurz vor dem Dorf biegt eine kleine Straße nach rechts in Richtung Deinsdorf ab. Nun bieten sich die ersten schönen Fernsichten über die Kuppen der fränkischen und oberpfälzer Alb.

Schild bei Deinsdorf
Lieber auf dem Weg bleiben! In den Steinbrüchen rund um Hartmannshof wir noch abgebaut.

In Deinsdorf bummeln wir durch den Ort. Wer schon Hunger hat, kann beim Fritzenwirt bodenständige fränkische Küche genießen. An einer Verzweigung geht es nach rechts Richtung Oed, vorbei an einem Seminarhaus und einer Einrichtung der Jugendgerichtshilfe.

Zur Röthenbacher Hütte

Am Ortsausgang verlassen wir die Straße und biegen mit der Markierung Grüner Punkt auf einen Feldweg, der sich nun eine gute halbe Stunde nahezu ohne Steigungen durch Felder, Streuobstwiesen und Wälder bis zur Hütte des DAV Röthenbach schlängelt. Manchmal sind ehrenamtliche des Vereins vor Ort und bieten Getränke und selbst gebackene Kuchen an. Ansonsten lockt eine aussichtsreiche Bank mit Tisch zu einem ausgiebigen Picknick.

Märchenhafter Wald bei der Röthenbacher Hütte
Märchenhafter Wald bei der Röthenbacher Hütte

Weiter geht es eine Kurve bergab und dann rechts haltend auf dem Wanderweg weiter mit der Makierung Grüner Punkt nach Neutras. Kurz vor dem Ort grasen auf Weiden mit Obstbäumen meist zottelige Rinder, Ponys und Esel. Sie gehören zum Resn´Wirt. Auf dem Ferienbauernhof, der sich durch gute Küche auszeichnet, sollte man undebingt einen Stopp einlegen. Wer Kinder dabei hat, schickt sie nach draußen: Ein großen Kettcar-Fuhrpark und einen tollen Spielplatz, sowie streichewillige Ziegen und ein Kleintiergehege lassen keine Langeweile aufkommen.

Tierische Begegnungen in Neutras
Tierische Begegnungen in Neutras.

Der Weiterweg führt auf den gelb markierten Paul-Pfinzing- Weg (PP) und Grünstrich durch das landwirtschaftliche Anwesen zwischen Spielplatz und Terrasse ein Stück oberhalb des Hinwegs. Beim Offenstall der Rinder geht es rechts auf einen schönen schmalen Waldpfad in Richtung Bürtel ab. Von hier aus kann man auch den Neutras-Felsen besteigen – leider ist die Sicht wegen hoher Bäume meist nur mäßig.

Schönes Fachwerkhaus im kleinen Dorf Bürtel

Schönes Fachwerkhaus im kleinen Dorf Bürtel

In Bürtel geht es durch den Ort mit schönem Fachwerkhaus, kurz danach rechts und am letzten Grundstück links mit den Markierungen Grünstrich und Gelbkreuz über die freie Flur nach Heuchling. Dort im Ort rechts halten, nach der Schreinerei geradeaus auf die Felder und dann bei erster Gelegenheit bei Hecken und Bäumen rechts über Felder zum Waldrad. Durch den Wald leicht ansteigend weiter mit Gelbkreuz nach Appelsberg, an der Bauwagensiedlung vorbei und links auf einen Feldweg.

Steil hinauf zum Zankelstein

Dier Markierung blaues Z weist bald rechts in einen kleinen Pfad. Es geht kurz bergab und im Wald bergauf mit der neuen Markierung des „Löwen“ der Goldenen Straße bis zum Zankelstein. Hier gibt es mehrere Aussichtspunkte. Einige sind ganz gemütlich mit Bank, auf andere muss man etwas hochklettern. Der Blick ist fantastisch: Er reicht weit über die Kuppen der Alb und in Richtung Hersbruck und Nürnberg.

Blick vom Zankelstein
Blick vom Zankelstein. Die Wanderung ist so ähnlich im Buch Fahren und Wandern 3 aus dem Verlag Nürnberger Presse beschrieben – aber etwas abgewandelt.

Für die letzte Etappe folgen wir weiter der Goldenen Straße mit ihrer Löwen-Markierung. Zunächst geht es steil durch den Wald bergab, dann über ein Feld und schließlich über Schotterwege zurück nach Hunas. Von hier führt die Straße hinunter zum Bahnhof in Hartmannshof.

Wichtig zu wissen

Ausgangspunkt:
Bahnhof Hartmannshof, gut zu erreichen mit der S-Bahn-Linie 1 oder der Regionalbahn ab Nürnberg. Mit dem Auto über Hersbruck, großer Parkplatz am Bahnhof.

Literatur und Karte:
Fahren und Wandern 3 aus dem Verlag Nürnberger Presse (die hier vorgestellte Wanderung ist eine Variante aus dem Buch) und die ATK25-G11-Karte Hersbruck des Bayerischen Vermessungsamtes, 1:25.000

Einkehr: Fritzenwirt Deinsdorf, Telefon: 09154 4713, Zum Resn, Neutras,Telefon: 09154 91970, Osteria Pizza e Pasta Lucia & Lory, direkt am Bahnhof, Telefon: 09154 9153757

Link zur Tour: https://www.komoot.de/tour/500043011?share_token=aGv5BABG76EY1PjWvmwttkOFRxMoyC1fU1iKQLTZoXtZ1J1eaK&ref=wta

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