Idylle und Genuss: Tour im Birgland

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Feuersalamander
Guten Morgen! An feuchten Tagen trifft man den seltenen Feuersalamander im Mühlbachtal.

Malerische Bachtäler mit Mühlen, aussichtsreiche Felsen und kleine Pfade durch schönen Buchenwald erwarten euch bei dieser etwa 13 Kilometer langen Genuss-Tour im Birgland bei Alfeld. Von der Claramühle geht es unter anderem nach Fürnried.

 

Regelsmühle
Hier geht es los: Am Einerhäuschen rechts abbiegen!

Los geht es am Parkplatz an der Regelsmühle zwischen Alfeld und Happurg. An einem Eier-Verkaufshäuschen gegenüber der Claramühle führen zahlreiche Markierungen nach rechts in Richtung Kirchthalmühle. Wir behalten für den ersten Teil der Wanderung den Blaupunkt im Auge. Er führt uns bis zum Bärenfels.

Idyllische Mühlbachtal

Nach fünf Minuten erreichen wir die ziemlich verfallene Kirchthalmühle, die vor einigen Jahren verkauft wurde und nun von einen Bauunternehmer nach und nach saniert wird. Er hat sein Grundstück eingezäunt und den Wanderweg verlegt. Man kommt aber trotzdem in das idyllische Mühlbachtal, dessen Wasser die Mühle einst antrieb.

Pausenbank mit Herz

Zunächst steigt der Weg sanft an, an einer Verzweigung und einer Pausenbank mit Herz-Motiv biegen wir mit Blaupunkt links in eine immer steiler werdende Fuhre in den Wald ab. Entlang eines Feldes geht es anschließend bergauf nach Troßalter.

Wald bei Troßalter
Gemeinisvolle Felsen stehen im Wald bei Troßalter.

In dem Mini-Ort überqueren wir die Straße und gehen zwischen den Häusern auf einem Wiesenweg weiter. Dieser führt zum Waldrand, an dem unsere Markierung Blaupunkt nach rechts abzweigt.

Gartenzwerg
Ein Gartenzwerg wacht über die Felsen.

Nun folgt ein wunderschöner Waldpfad, der in sanftem auf und ab durch Felsenlandschaften und Mischwald führt. Auf einem Felskopf sitzt seit Jahren ein Gartenzwerg – er hat im Laufe der Zeit schon öfter seinen Standort gewechselt und seine rote Mütze eingebüßt.

Für Gipfelstürmer: Der Bärenfels

Der Weg zum Bärenfels ist gut ausgeschildert, nach einer guten Stunde ist er erreicht. Die letzten Meter auf den Gipfel erfordern etwas Kraxelei. Dafür ist die Aussicht auf die bewaldeten Kuppen des Oberpfälzer Jura und der Hersbrucker Schweiz lohnend.

Blick vom Bärenfels
Wald und Hügel soweit das Auge blickt: Blick vom Bärenfels

Wir verlassen nun Blaupunkt und steigen mit dem Birgland-Wanderweg steil einen Hang hinab. An einem Feld stoßen mehrere geschotterte Wege zusammen. Hier halten wir uns links, bis wir wieder auf die Markierungen des Birglandwegs und unseren neuen Begleiter Gelbstrich stoßen. Entlang von Felsen führt ein abwechslungsreicher Pfad in Richtung Fürnried.

Fürnried
Fürnried ist mit seiner hübschen St. Willibalds-Kirche und zwei Wirtshäusern einen Besuch wert.

Kurz vor dem Ort gehen wir linkerhand eines Weihergrundstücks bergab und landen an einem Spielplatz und in der Pfarrgasse. Sie führt zur Dorfstraße und zur hübschen St. Willibalds-Kirche, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

Einkehr ist Pflicht!

Nahe der Kirche gibt es in fränkischen und oberpfälzer Dörfern häufig ein Wirtshaus. In Fürnried gibt es gleich zwei. Ein Einkehrschwung ist da eigentlich Pflicht. Der Landgasthof Goldener Stern von Familie Färber hat einen schönen schattigen Biergarten. Im Goldenen Hahn sitzt man dagegen sehr nett unter Schirmen direkt am Dorfplatz.

Über Felder und durch Wald

Gestärkt geht es mit der Markierung Gelbstrich die Dorfstraße entlang. Nach dem Feuerwehrhaus am Ortsende zweigt unsere Route rechts in ein Sträßchen zur Firma „Objektpunkt“ ab. Nach deren Einfahrt geht es links haltend hinaus auf die Felder. Ein Pfad führt stetig ansteigend durch eine Wiese am Waldrand entlang und dann in den Wald.

Bald landen wir wieder auf einer Wiese, die wir geradewegs über eine gut erkennbare Spur überqueren. Wir treffen auf einen geschotterten Feldweg, hier geht es nach links. Nach wenigen Metern biegt die Markierung Gelbstrich rechts in den Wald ab. Wir bleiben auf dem breiten Wirtschaftsweg und steigen nach Wüllersdorf ab.

Wiesen bei Wüllersdorf
Über Wiesen und durch Wälder führt der Weg ins Schottental.

Hier treffen wir wieder auf die Markierung des Birglandwegs. Mit ihr überqueren wir die Landstraße und steigen in den Ort auf. An einer renovierten Fachwerkscheune geht es scharf nach rechts und dann immer weiter auf einem Schotterweg in leichtem Anstieg die freie Flur.

Steiler Steig ins Schottental

Wenn zwei kleine Wäldchen nah an den Weg herankommen, heißt es aufpassen: Vor einer Baumgruppe liegen Baumstämme, hier geht es scharf nach rechts.  Unsere neue Markierung „roter Kringel“ ist hier Baumfällarbeiten zum Opfer gefallen. Am Waldrand taucht sie an einem Baum aber wieder auf und führt dann auf einem schmalen Steig steil bergab ins schattige Schottental.

Schottental
Ins Schottental führt ein schmaler und steiler Steig.

Der idyllische Pfad schlängelt sich erst durch den Wald und dann über Weideflächen. Ein Bächlein könnt ihr auf Trittsteinen gut überqueren. Bald führt rechts ein Schotterweg ansteigend in Richtung Heldmansberg. Dort kann man mit einigen Metern Umweg auch noch ein gutes Wirtshaus besuchen: „Zum Schottental“ lockt mit einer lauschigen Terrasse.  Von dort geht es mit der Markierung Gelbkreuz in knapp 20 Minuten hinunter ins Tal.

Talvariante nur mit guten Schuhen möglich

Wer nicht einkehren möchte und feste Schuhe anhat, bleibt auf einem kaum sichtbaren und unmarkierten Pfad, der immer entlang des Bachlaufs im Schottental führt. Hier muss mehrmals der der Bach gequert werden, im Sommer kann hoher Bewuchs das Wandern erschweren.

Bei beiden Varianten erreicht man eine Parkbucht im Tal nahe der Regels- und Claramühle. Für etwa 200 Meter fehlt ein Wanderweg, man muss leider entlang der Straße zum Ausgangspunkt laufen.

Gut zu wissen:

Länge und Schwierigkeit: Ca. 13 Kilometer und 350 Höhenmeter, einige steile An- und Abstiege, etwa auf den Bärenfels oder in Schottental. Ansonsten bequeme Wege. Reine Gehzeit etwa 3 Stunden, mit Pausen 4 Stunden

Am Start- und Zielpunkt Regelsmühle/Claramühle kann man sich im Eierhäuschen mit Eiern, Honig und Nudeln eindecken.

In der Regelsmühle gibt es frische und geräucherte Forellen.

Einkehr:

Landgasthof Goldener Stern /Färber und Gasthof Goldener Hahn in Fürnried, Zum Schottental in Heldmannsberg.

Komoot-Track:

Hier findet ihr die Wanderung als gpx-Datei bei Komoot:

https://www.komoot.de/tour/454700649?ref=aso

 

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